Die Hand nimmt zwar vergleichsweise eine kleine Fläche des gesamten Körpers ein, besticht jedoch durch eine beeindruckende Vielzahl hochentwickelter Funktionen, die dem Menschen ermöglicht, unvergleichlich künstlerische, handwerkliche Meisterleistungen zu vollbringen oder auf non-verbaler Ebene differenziert zu kommunizieren bzw. Emotionen subtil Ausdruck zu verleihen.

Diese spezielle Funktionalität beruht auf einem einzigartigen Zusammenspiel der verschiedenen anatomischen Strukturen, die die Komplexität der Handbewegungen bedingen. Durch die meist ungeschützte Exposition der Hände besteht allerdings auch eine erhöhte Verletzungsgefahr.

Eine erfolgreiche Behandlung von Erkrankungen setzt demnach umfassende Kenntnisse des behandelnden Arztes voraus, um die Gebrauchsfähigkeit der Hand zu bewahren. Die Handchirurgie stellt eine Spezialisierung im Fachgebiet der Plastischen Chirurgie dar und erstreckt sich in ihrem Aufgabengebiet auch auf die gesamten Weichteile des Armes, die die zuführenden Blutgefäße und Nerven sowie Muskeln und Sehnen für die Handbeweglichkeit beinhalten. Nervenkompressionen am Handgelenk (Karpaltunnelsyndrom) bzw. am Ellenbogen (Sulcus ulnaris Syndrom), Knoten- und Strangbildungen in der Hohlhand (Dupuytren`sche Kontraktur), Geschwulstbildungen (Ganglion, Überbein) oder Sehneneinengungen gehören zum Schwerpunkt unserer handchirurgischen Abteilung.

Auf eine adäquate Physiotherapie mit fachmännisch durchgeführten Bewegungsübungen in unserer krankengymnastischen Spezialabteilung legen wir größten Wert. Nur durch die Verwendung modernster operativer Techniken mit intensiver, frühzeitiger Nachbehandlung können unseres Erachtens bestmögliche Behandlungserfolge erzielt werden.